Funktionsweise Sinterlager AMS®

Welle in Berührung mit dem Sintergleitlager

Auftreten eines Ölkeils unter Einwirken der Kapillarwirkung am Berührungspunkt. Dieser Ölkeil ist sehr nützlich für die Schmierung während der Anlaufphase.

 

Das Öl wird durch die Kapillarwirkung vom Sintergleitlager wieder aufgenommen.

Das Öl bleibt am Berührungspunkt stehen und ist für eine sofortige Schmierung nach einem erneuten Start einsatzbereit.

 

Das Öl wird vom Gleitlager durch die im oberen Bereich entstandene Unterdruckzone angesogen.

Das Öl wird durch die Drehung der Welle mitgeführt und bildet einen Ölkeil, der den nötigen Druck zum Anheben der Welle erzeugt.

Ein Teil des zirkulierenden Öls wird unter dem Druck in die Oberflächenporen des Sintergleitlagers zurückgeführt.

pv-Diagramm

Zulässige Belastungen

Die Faktoren Wellendrehzahl und Flächenpressung sind beim Einsatz von selbstschmierenden AMS®-Lagern ausschlaggebend. Diese Faktoren hängen von folgender Formel ab:

Unter besonderen Bedingungen kann der pv-Wert merklich erhöht werden, z.B. durch höhere Härte und Oberflächengüte der Welle, genaues Fluchten der Lager, sorgfältiges Einlaufen, Zusatzschmierung.

Berechnung der zulässigen Belastung: siehe pv-Diagramm

p x v = 1,8 p = F / A proj
p = Flächenpressung in MPa F = Lagerbelastung in N
v = Gleitgeschwindigkeit in m/s A proj = Innendurchmesser in mm x Lagerlänge in mm
1,8 = zulässiger Wert für die Werkstoffe B und E