• Sintermetall-Gleitlager AMS® aus Sinterbronze oder Sintereisen

  • Sinterlager für hydrodynamische Lagerstellen

  • Sinterlager: ölgetränkt, selbstschmierend, wartungsfrei, einbaufertig

  • Sinterlager: zuverlässig, wirtschaftlich, leistungsfähig

  • Sinterlager: geräuscharm, wartungsfrei, verschleißarm

Sinterlager AMS® (ISO 2795 / DIN 1850 T3)

Sintermetall-Gleitlager AMS® sind ölgetränkte Gleitlager aus Sinterbronze oder Sintereisen. Sie werden für hydrodynamische Lagerstellen mit mittleren bis hohen Geschwindigkeiten bei geringer Belastung oder hoher Belastung bei geringer Geschwindigkeit eingesetzt.

Technische Daten Einheit
maximale Flächenpressung ca. 45 N/mm²
Reibungskoeffizient 0,04 bis 0,12
max. Gleitgeschwindigkeit 6,0 m/s
Temperaturbereich -20°C bis + 100°C
Standardqualitäten Bronze AMS®-B Eisen AMS®-E
Legierung Kupfer-Zinn Eisen
Dichte [g/cm³] 6,6 5,8
zul. Flächenpressung [MPa] 18 45
zul. Gleitgeschwindigkeit [m/s] 6 4
Toleranzen Zylinderlager Welle - Bohrung: f7 - H7/H8 Welle - Bohrung: f7 - H7/H8
Toleranzen Bundlager Welle - Bohrung: f7 - H8 Welle - Bohrung: f7 - H8
zul. Temperaturen [°C] -20 bis 100 -20 bis 100
Standardtränkung inhibitiertes Spezialmineralöl (VG 48-100) inhibitiertes Spezialmineralöl (VG 48-100)
Porenvolumen 20 bis 30 % 15 bis 25 %
Eigenschaften sehr niedriger Reibungskoeffizient für mittlere Drehzahlen und hohe ruhende Belastungen
gute Korrosionsbeständigkeit gute Beständigkeit gegen Schlagwirkung
für hohe Drehzahlen und häufiges Anfahren Welle nach Möglichkeit geschliffen
gutes Ausrichten wird empfohlen

Betriebsbereiche

Das AMS®-Sintergleitlager ist ein hydrodynamisches Sinterlager und ist - wenn es im Bereich der hydrodynamischen Schmierung eingesetzt wird - nahezu verschleissfrei. Der Bereich der hydrodynamischen Schmierung ist einer von drei tribologischen Betriebszuständen, die das Lager durchläuft.

Das Prinzip der ölgetränkten, selbstschmierenden Sintergleitlager beruht auf folgendem Materialaufbau:

  • Poröse Metallmatrix aus Sinterbronze oder Sintereisen als Trägermaterial zur Übertragung der Lagerkräfte
  • Schmierstoff zur Bildung eines Schmierfilmes zwischen den Gleitpartnern und zur Reduzierung der Reibkräfte
Festkörperberührung (Abschnitt A-B) Mischreibung (Abschnitt B-C) Hydrodynamische Schmierung (C-D)
Die beiden Gleitpartner berühren sich direkt. Im Trockenlaufbereich erfolgt die Verhinderung von Fressern durch Molekularschichten mit großer Oberflächenhaftung und geringer Scherfestigkeit. Es ist ein begrenzter Abrieb möglich. Dieser Verschleiß kann in der Regel durch Zusätze auf ein Minimum reduziert werden (es können Festschmierstoffe wie z. B. MoS2, Graphit, PTFE zum Einsatz kommen). Gleichzeitiges Auftreten von hydrodynamischer Schmierung und Festkörperberührung. In diesem Bereich ist die Spaltbreite nicht groß genug, um eine vollständige Trennung der beiden Gleitpartner laufend zu gewährleisten. Die Aufnahme der Belastung erfolgt somit teilweise über hydrodynamische Kräfte und teilweise über Festkörperberührung. Bei höheren Drehzahlen bzw. Gleitgeschwindigkeiten kommt es zu einer vollständigen Trennung von Lager und Welle durch einen Flüssigkeitsfilm (Flüssigkeitsreibung). Die Dicke des Spalts ist dabei unter anderem abhängig von der Gleitgeschwindigkeit, der Viskosität des Schmierstoffs und der Belastung. Je höher die Gleitgeschwindigkeit und die Viskosität des Schmierstoffs und je niedriger die Belastung ist, desto größer ist der entstehende Spalt. Autofahrer kennen diesen Effekt als „Aquaplaning“.

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