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Sinterlager

Was sind Sinterlager?

Sinterlager sind völlig wartungsfreie und selbstschmierende Gleitlager mit hoher Funktionssicherheit und Leistung. Diese Art der Gleitlager werden aus Sinterbronze oder Sintereisen hergestellt. Sie sind die bekanntesten und am häufigsten eingesetzten wartungsfreien Gleitlager.

Charakteristisch für Sinterlager sind ihr hohes statisches und dynamisches Lastaufnahmevermögen sowie die guten Gleiteigenschaften. Sie sind bis 6 m/s Gleitgeschwindigkeit einsetzbar, platzsparend und für Stoßbelastungen bei niedrigen Gleitgeschwindigkeiten geeignet. Sinterlager verursachen nur geringe Laufgeräusche und lassen sich einfach montieren. 

Verwendung von Sinterlagern

Sinterlager werden als zylindrische Gleitlager oder als Bundlager eingesetzt. Sie finden sich in verschiedensten Industriebereichen und Geräten. Ausschlaggebend im Einsatz von Sinterlagern ist die Wahl der Porösität sowie das verwendete Schmiermittel.

Anwendungsgebiete sind:

  • im Maschinenbau
  • in der Hygiene- und Medizintechnik
  • in Haushaltsmaschinen
  • in Verpackungsmaschinen
  • in Büromaschinen
  • in Elektrogeräten
  • in Transportketten
  • in Sport- und Freizeitgeräte

Sinterlager Eigenschaften

Sinterlager sind weitgehend korrosionsbeständig, sehr wärmeleitfähig und antimagnetisch. Sie haben einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten.

Sinterlager werden für hydrodynamische Lagerstellen mit mittleren bis hohen Geschwindigkeiten bei geringer Belastung oder hoher Belastung bei geringer Geschwindigkeit eingesetzt.

  • bei oszillierenden, aussetzenden oder ungleichmäßigen Bewegungen
  • bei fehlendem hydrodynamischen Schmierfilm
  • für Trockenlauf und fett- oder ölgeschmierte Anwendungen
  • Verschleißdicke nahezu unbegrenzt
  • gute Notlaufeigenschaften

Herstellung

Sinterlager sind eine Gleitlagervariante, bei denen die zylindrischen Buchsen oder Bundbuchsen aus gesintertem Material gefertigt werden. Ausgangsstoff für Sinterlager ist Metallpulver aus reinem Metall (Eisen) oder Legierungen (Bronze). Je nach Wahl des Ausgangspulvers erhält das Sinterlager unterschiedliche Eigenschaften.

Das grundlegende Verfahren zur Fertigung eines Sinterlagers umfasst mehrere Vorgänge:

  • das Vermischen verschiedener Pulver
  • Formgebung des Metallpulvers
  • Verfestigung durch Sintern
  • und anschließende Veredelung

Vorteile von Sinterlagern

  • selbstschmierend
  • wartungsfrei
  • einbaufertig
  • ruhiger Lauf
  • RoHS-konform
  • REACH-konform

Schmierung

In den Poren der Sinterlager, die je nach Ausgangspulver einen Durchmesser von etwa 1 bis 20 µm haben, ist Schmierstoff eingelagert. Dadurch ist eine konstante Schmierung zwischen Lager und Achse gewährleistet und es besteht keine Gefahr, dass sich das Sinterlager festfrisst. Eine zusätzliche Schmierung ist nicht notwendig. Bei erhöhter Umfangsgeschwindigkeit wird die Schmierung hydrodynamisch.

Sinterlager AMS® und AMOS®

AMS® Sintereisen:

  • DIN ISO 2795 (ersetzt DIN 1850 Teil 3)
  • Sintermetall-Gleitlager aus Sintereisen, ölgetränkt

AMS® Sinterbronze:

  • DIN ISO 2795 (ersetzt DIN 1850 Teil 3)
  • Sintermetall-Gleitlager aus Sinterbronze, ölgetränkt

AMOS®:

  • DIN ISO 2795 (ersetzt DIN 1850 Teil 3)
  • Sintermetall-Gleitlager aus Sinterbronze mit eingesintertem Festschmierstoff MoS2

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